Seit Generationen quälen sich Jugendliche durch ihre Schulzeit.
Ich meine: DAS MUSS NICHT SEIN. Das gesamte Schulwissen gibt es mittlerweile
an vielen Stellen im Internet. Wer es also im Unterricht nicht verstanden
hat kann es auf diesem Weg versuchen.
Aber auch im Unterricht könnte es gewinnbringender zugehen: Wer
erfolgreicher und stressfreier durch seine Schulzeit kommen will, kann dies
mit der Anwendung eines (oder mehrerer) der folgenden Tipps erreichen. Das
ist keine Zauberei. Es bedeutet allerdings Veränderungen im eigenen
Verhalten. Du brauchst eine gewisse Bereitschaft, für den Erfolg
zu arbeiten und Zeit zu investieren. Zum Nulltarif, geschenkt oder einfach
so gibt's die besseren Noten leider nicht. Bist du dazu bereit? Dann können
dir folgende Tipps weiterhelfen.
Die Tipps gibts auch als PDF-Datei zum Ausdrucken.
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Das Wichtigste zuerst |
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Alles Lernen beginnt mit dem Zuhören,
der Aufmerksamkeit. Vier einprägsame Merksätze beschreiben
die Grundvoraussetzungen für gutes Lernen.
1. Gute Zuhörer hören vom Anfang bis zum
Ende zu.
2. Gute Zuhörer schauen auf die Person die spricht.
3. Gute Zuhörer sind ruhig mit Hand, Fuß
und Mund.
4. Gute Zuhörer haben sich entschieden etwas
zu lernen.
Schreibe die Sätze an eine Stelle wo Du sie öfter
siehst und versuche möglichst oft danach zu handeln. |
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Deine
Arbeits-
plätze |
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Richte dir deinen Arbeitsplatz gemütlich
ein. Du sollst dich dort wohlfühlen.
Mache deine Hausaufgaben möglichst immer am gleichen
Ort. Das hilft bei der Konzentration. Deine Arbeitsplätze
in der Schule sollten (wenn schon nicht gemütlich) zumindest
weitgehend ordentlich sein. Das heisst, nur die Dinge auf dem
Tisch zu haben, die du im Moment gerade brauchst, diese jedoch
vollständig. |
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Bessere Noten durch mündliche
Mitarbeit |
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Schlechte schriftliche Leistungen können
immer durch aktive und qualifizierte Mitarbeit im Unterricht
verbessert werden. - Das ist ja logisch, aber nur wenige
Jugendliche nutzen diese Möglichkeit.
Ein weiterer Vorteil: Wer mitmacht und mitdenkt, für
den geht die Zeit auch schneller rum. Außerdem muß
man meistens zuhause nicht so viel pauken (d.h. aus Büchern
Sachen raussuchen), wenn man sie im Unterricht gehört und
auch mal eine Frage dazu gestellt hat. |
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Fällt es dir schwer, dich spontan zu
äußern ? - Dann solltest du dich auf Wortmeldungen
vorbereiten. Das geht gut bei Sachen, die regelmäßig
verlangt werden, wie z.B. die Beantwortung von mündlichen
Hausaufgaben oder die Zusammenfassung der vorangegangenen Stunde.
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Meldest du dich nicht, weil du dir deiner
Antwort nicht sicher bist? - Dann denk' daran, dass es bei
Lehrern auch gut ankommt, wenn du Vermutungen und Fragen äußerst.
Damit zeigst du, dass du mitgedacht hast und dies wirkt sich
immer gut aus. |
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Haus-
aufgaben |
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Hausaufgaben sind eine einfache Methode zur Notenverbesserung
mit mehrfacher Wirkung:
1. Du bist auf den Unterricht vorbereitet und kannst mündlich
mitmachen.
2. Wenn du etwas nicht gekonnt hast, kannst du dir anstelle
der Lösungen die entstandenen Fragen aufschreiben und auch
so Pluspunkte im Unterricht sammeln
3. Wenn du mal nicht so fit im Stoff bist oder der Unterricht
dich langweilt, so sorgen gemachte Hausaufgaben zumindest dafür,
dass du nicht negativ auffällst und in Ruhe gelassen wirst. |
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Pausen |
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Regelmäßige kurze Pausen erleichtern
das Lernen. Deshalb gibt es sie in der Schule und auch bei den
Hausaufgaben solltest du 1-2x pro Stunde 5-Minuten-Pausen einlegen.
Das hilft dem Gehirn, damit es über lange Zeit aufnahmebereit
bleibt. |
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Gedächtnis |
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Stures Pauken, also nur durchlesen oder auswendig
lernen, ist sehr mühsam. Besser behalten kannst du neue
Dinge, wenn du sie mit bekannten Inhalten verknüpfst. Welche
das sind, das ist bei jedem Menschen anders.
Einige merken sich z.B. eine Formel, indem sie sie laut vorsprechen
und sich den Rhythmus merken (ähnlich wie bei Musiktexten).
Andere prägen sich das Bild der aufgeschriebenen Formel
beispielsweise eingeritzt in einem Baum ein. Sie machen dann
später die Augen zu, sehen den Baum und damit auch die
Formel vor sich.
Und wieder andere wenden die Formel auf etwas konkretes an
(z.B. Zinsen des eigenen Sparbuches). Sie merken sich gar nicht
die Formel, sondern den Weg.
Was allen 3 Personen gleich ist, sie versuchen nicht die
Formel auswendig zu wissen, sondern verbinden sie mit Dingen
die sie kennen. Und wenn sie sich an die bekannten Dinge erinnern,
dann ist meist auch die neue Formel wieder da. Klingt komplizierter
als es ist. Probier es mal aus, - geht auch gut mit Vokabeln,
Referaten oder auch dem Stoff der letzten Stunde. |
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Lösungen finden |
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Ich bin davon überzeugt, dass es für
fast jedes Problem Lösungen und neue Wege gibt. Nur kann
man sie nicht immer alleine finden. Deshalb solltest du dir
Unterstützung holen bei Menschen, die dich gut kennen.
Geh ehrlich auf deine Lehrer zu und frage nach, was du verändern
kannst.
Wenn du keine Lehrer fragen willst, so suche dir eine andere
Person deines Vertrauens. Meistens haben Leute die dich gut
kennen nützliche Hinweise, die dich weiterbringen. Frage nach, was du an deinem Verhalten verändern könntest,
und du wirst überrascht sein, wie viele Möglichkeiten
es gibt. |
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Beginne heute |
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Es ist so schwierig. Aber versuche es: Kümmere
dich um jedes Problem SOFORT. Warte nicht bis es ausser
Kontrolle gerät, sonst leiden ganz schnell nicht nur deine
Noten darunter. Beginne heute. |
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Das große
Thema:
Kon-
zentra-
tion |
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Viele Jugendliche haben Schwierigkeiten 'bei
der Sache' zu bleiben. Im Unterricht schauen sie 'träumend'
aus dem Fenster, sind mit den Gedanken 'ganz woanders'.
Andere können einfach nicht still dasitzen und zuhören,
weil sie sich dauernd ablenken lassen. Sie können es nicht
- und sehen keinen Weg es jemals zu können. Dauernd gibts
Ärger, weil man schon wieder negativ auffällt.
Dazu kommt, (und vielleicht ist das bei dir auch so) das
'Chaos' in der Schultasche, auf dem Schreibtisch, im Schließfach,
im Kopf und überhaupt ...
Du erkennst dich wieder ?? - Was kann man tun, wenn
man so ist ?? - Aufgeben und akzeptieren, dass man sowieso nix
ändern kann?
Wenn du diese Einstellung hättest würdest du diese
Tipps nicht durchlesen. Aber gerade die Sache mit der Konzentration
ist äußerst schwierig - aber das brauche ich dir
ja nicht zu erzählen.
Deshalb biete ich dir an: Komm bei mir vorbei und wir überlegen
gemeinsam, was zu tun ist. Es gibt Möglichkeiten, andere
haben es geschafft und du kannst es auch. |
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Generell gilt bei diesen Tipps, dass sie nicht so einfach durchzuführen
sind, wie sie auf den ersten Blick klingen. Es sind allgemeine Anregungen
für den Anfang. Viel Spass und Erfolg beim Ausprobieren. Lasst mich
doch mal wissen, ob's wirkt. husemann(at)gesamtschule-bergheim.de
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