Juniorwahl 2017

Wie funktioniert eigentlich die Bundestagswahl? Wofür stehen die Parteien? Diese Fragen zu beantworten, ist Ziel der Juniorwahl, die vom Deutschen Bundestag und von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert wird. Sie gilt als größtes Schulprojekt zur politischen Bildung in Deutschland. Die Gesamtschule Bergheim gehörte zu den über 3000 Schulen, die an diesem Projekt teilnahmen. ( für weitere Informationen s. www.juniorwahl.de)

SchülerInnen des 9. bis 13. Jahrgangs hatten sich seit Schulbeginn intensiv mit der Thematik beschäftigt. Informationen zum deutsche Wahl- und Parteiensystem standen im Mittelpunkt. Im Unterricht gestalteten die SchülerInnen beispielsweise Plakate zu den einzelnen Parteien. Sie diskutierten insbesondere die Haltung der Parteien zur Bildung, zur Flüchtlingskrise oder zur sozialen Gerechtigkeit.

Höhepunkt des Projektes ist jedoch die genaue Simulation des Wahlgangs. Durchgeführt wurde die Wahl durch von den SchülerInnen bestimmten WahlhelferInnen. Die SchülerInnen wurden in Wählerlisten eingetragen und erhielten Wahlbenachrichtigungen.

In der Woche vor der Wahl wurde es ernst: Ausgestattet mit dem Schülerausweis konnten die GesamtschülerInnen in der zum Wahllokal umfunktionierten Bibliothek wählen. Dort standen zwei Wahlkabinen und die versiegelte Wahlurne bereit. Die WahlhelferInnen achteten ganz genau darauf, dass alles korrekt ablief: Warten bis die Wahlkabine frei ist, den Stimmzettel falten, waren häufige Ermahnungen.

Die Stimmzettel wertete der Geschichts- LK QI aus: Auch hier lernten die SchülerInnen einiges: Mit welchem System lassen sich die Wahlzettel gut auszählen? Welche Wahlzettel sind ungültig?

Die Rückmeldung der SchülerInnen war sehr positiv: „Es war spannend zu sehen, wie alles abläuft“ resümiert ein Schüler. „Ich habe zu Hause weiter recherchiert und den Wahl-O- Mat gemacht“ erklärte eine Schülerin.

Erst am Sonntag ab 18 Uhr durfte das Ergebnis veröffentlicht werden: Als Direktkandidat wurde Georg Kippels (CDU) mit 30,7 % der Stimmen gewählt. Bei den Zweitstimmen wurde die SPD mit 22,6 % stärkste Partei dicht gefolgt von der CDU (21,6%). Die FDP erhielt 15, 4%, die Grünen 13,9% und die AFD 6,2%. Die restlichen Stimmen verteilten sich auf die Linke(4,3%), Piraten (3,8%) und die Partei mit 2,9 %und sonstige (4,3%) . 5% der Stimmen waren ungültig.