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MIND the GAP

Seit mehreren Jahren beteiligen sich Kölner, Bergheimer, Düsseldorfer und Bonner Schulen an dem sich immer weiterentwickelnden Projekt der Tanzkompanie „ Mind the gap“.

Grundintention ist, Schülerinnen und Schülern durch das Kennenlernen und Erarbeiten von Arbeitstechniken und Ausdrucksformen des künstlerischen Bühnentanzes einen Zugang zum Theater zu eröffnen.

Tanz als gemeinsame Sprache – Tanz als die Kunst, die die Menschen am meisten bewegt – in diesem Sinne soll „dance in education“ junge Menschen, unabhängig von ihrer sozialen, religiösen und kulturellen Herkunft sowie auch tänzerischen Vorbildung, zusammenführen, sie über das sprachlose Medium Tanz (als eine Ausdrucksform des Theaters) näherbringen, miteinander verbinden und neue Erfahrungen ermöglichen.

Ablauf und Inhalte
Unsere Schule beteiligt sich mit einer Mädchen- und einer Jungengruppe des 5. Jahrgangs an der „Einsteigerwerkstatt“. Viele Kinder haben hier erstmalig die Gelegenheit, sich mit der Kunstform Tanz auseinanderzusetzen, das Theater als eine mögliche Alternative zu sonstigen Beschäftigungen zu erleben, sowie den Beruf eines Tänzers kennenzulernen.

Vorbereitend zum Projekt schauen sich die Klassen die aktuelle Profi-Aufführung der Tanzkompanie „mind the gap“ im Bürgerhaus Stollwerk (Köln) an, um einen ersten Eindruck ihrer Arbeit zu gewinnen. Danach finden dann die eigentlichen Proben der SchülerInnen statt. Vier Tage trainiert Damaris Verduin jeweils 1,5 Stunden die Mädchen, im Anschluss René Peters die Jungengruppe.

Anhand von vorgegebenen rhythmischen Einheiten, jeweils mit Musik begleitet, soll jeder durch eine feste Schrittfolge seinen Gleichgewichtssinn überprüfen. Es folgen gestische und mimische Imitationsübungen, die zum Teil die Schrittfolgen des Tanzes schon beinhalten. Im Anschluss folgt ein „warm up“, Dehnübungen bzw. das Tanztraining. Erst am Ende werden einzelne Schrittfolgen geprobt und zur Choreographie zusammengesetzt.

Nach diesen vier Tagen gehen alle Klassen auf „Tournee“. Im Quadrather Bürgerhaus findet ein gemeinsamer Probentag statt und danach mehrere Präsentationen mit allen Gruppen. Es werden komplette Bühnen- und Backstageabläufe mit allen 90 Schülern organisiert und geprobt, so dass jedem einzelnen Schüler der Ablauf und die Wichtigkeit des gemeinsamen Arbeitens bewußt wird.

Fazit
Der wichtigste pädagogoische Effekt sind die vielfältigen sozialen und pädagogischen Erfolge, die sich durch die Arbeit von TänzerInnen mit Kindern und Jugendlichen einstellen.
LehrerInnen und SchülerInnen berichten von einer Steigerung des Selbstwertgefühls, von einer Verbesserung der Disziplin, des sozialen Verhaltens untereinander und der Integration von Außenseitern, einer Verbesserung der Motorik und der Ausdrucksfähigkeit. Ein weiteres Ziel ist somit auch erreicht: Den Mädchen und Jungen ein Stück Welt und einen neuen Weg zum eigenen 'ICH' zu eröffnen, in dem sie stark und stolz sein können.

Uwe van Egdom, Koordinator des Schwerpunktes Darstellen und Gestalten

 

Tanz-Projekt im Schwerpunkt Darstellen und Gestalten.

Uwe v.Egdom