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ALDENTE - die Schülerzeitung des 9.Jahrgangs 2010

Seit Anfang 2010 arbeiten 20 Jugendliche mit Frau Groß am Thema Zeitung und haben hierbei Artikel für unterschiedliche Rubriken erstellt: Interviews, Berichte, Horoskope und Reportagen. Wir wünschen viel Spass beim Lesen.

Neben den Artikeln der ersten Ausgabe stehen nun bereits die aktuellen Artikel vom Mai 2010 online bereit. Die Redaktion ist fleissig. Zum Einstieg hier auch schon mal Artikel zur Magersucht, zum legaliserten Drogenkonsum und ganz neu zur 'Körpersprache'. Maren Wilbertz hat Ende Juni 2010 einen Artikel über unsere Marathon-Gruppe geschrieben und nimmt mit ihrem Artikel am Journalisten-Wetbewerb des KölnMarathon teil. Wir wünschen ihr viel Erfolg.

Körpersprache, auch eine Art zu Kommunizieren  ?

Unsere Körpersprache wird immer mehr zu einer Fremdsprache, die jeder beherrscht, aber selten bewusst anwendet. Hauptsächlich besteht die Körpersprache aus : Mimik, Gestik und Körperhaltung.
Die Meisten denken nicht über ihre Ausdrucksweise nach und zeigen ihrem Gegenüber unbewusst was sie denken. Eine erhobene Hand zeigt zum Beispiel deutliche Ablehnung, die geöffneten Arme allerdings vollkommen Offenheit, die überschlagenen Beine beim Sitzen deuten eine leichte Reserviertheit an und der geöffnete Sitz, Vertrauen und ebenfalls Offenheit.
So liesse sich jede beliebige Körperhaltung analysieren.
Wenn jeder anfangen würde seine Körpersprache bewusst einzusetzen und intensiv zu lernen, bräuchte man keine Worte mehr, da man sich alleine mit seiner Mimik und Gestik verständigen könnte - so meint es jedenfalls Samy Molcho.
  Wichtig ist die Körpersprache vor allem für Taubstumme, die sonst keine Möglichkeit haben sich zu Verständigen und Auszudrücken.
Sehr hilfreich ist sie allerdings auch im Alltag: Zum Beispiel in einem fremden Land, dessen Sprache man nicht genügend beherrscht. Die Mimik und Gestik hilft einem dabei sich verständlicher zu machen.
Jemand, der sich intensiv mit der Körpersprache befasst hat, ist der Pantomime Samy Molcho. Er wurde 1936 in Österreich geboren und ist der Erste, der die Kunst der Pantomime um rein dramatische und psychologische Elemente erweitert hat.
  Grundvoraussetzung für seine Arbeit ist die Körpersprache. Diese hat ihm internationalen Ruhm an Theatern in der ganzen Welt verschafft, wie zum Beispiel am Piccolo Teatro in Mailand , am Schiller Theater in Berlin und am Royal Court in London.
Heute hält Molcho nur noch Seminare und Personal-Coachings für Führungspersönlichkeiten ab.

Quelle: Samy Molcho:.„Alles über Körpersprache“

MWil

 

Wenn Hungern zum „Lifestyle“ wird - Anorexia Nervosa
Das ist meine beste Freundin sie ist immer für mich da, wenn ich sie brauche. Sie rettet mich aus schwierigen Lebenssituationen. Ich freue mich über jeden Gedanken, den ich ihr schenke, denn sie ist immer stolz auf mich und gibt mir das Gefühl etwas Besonderes zu sein. Mit jedem Kilo, das ich abnehme, flüstert sie mir stolz zu, dass ich das Richtige tue und gibt mir den Ansporn weiter zu machen.  
  Ich fühle mich gut, denn ich weiß, dass sie bei mir ist und mir hilft, denn ich weiß, dass ich nicht allein bin und nicht nur sie mir hilft, denn auch andere auf dieser Welt haben das gleiche Ziel wie ich. Auf meine beste Freundin kann ich immer zählen. Ich liebe sie dafür, dass sie mir zeigt, was ich wert bin. Egal, was kommt, egal, was passiert, sie ist immer bei mir. Meine beste Freundin heißt Ana! K.E.   
Magersucht – Wird dies ein Neuer Trend nur weil Stars und Sternchen zurzeit hungern?
An einer Körperschemastörung leiden die meisten Erkrankten. „Sie nehmen sich trotz Untergewicht als zu dick wahr.“ Das Kennzeichen der Krankheit ist die selbstherbei geführte Gewichtsabnahme, wobei besonders „fett machende“ Lebensmittel weggelassen werden. Die Krankheit beginnt am häufigsten im Teenager Alter, wobei eine Diät, die außer Kontrolle gerät, ein Einstieg sein kann.
Es gibt auch einen Purging Typ der Anorexia Nervosa (engl. to purge Entschlacken) die Bulimia nervosa.
  Die bei dieser Krankheit Erkrankten beschleunigen ihre Gewichtsabnahme durch selber ausgelöstes Erbrechen, missbräuchliche Einnahme von Appetitszüglern, Abführmitteln und verwenden von Wassertabletten. Symptome der Anorexia Nervosa:
Die Gedanken der Erkrankten kreisen sich stets um die Themen Gewicht, Ernährung und Körperschema. Auch Schwindelgefühle und Ohnmachtsfälle sind Symptome dieser Krankheit.
  15 % der Erkrankten sterben – durch Komplikationen wie Infektionen oder Herzstillstand, oder aber durch Selbstmord. Krankheiten wie Osteoporose oder Niereninsuffiziens leiden zeitlebens ein Teil der überlebenden Patienten. Meißtens ist das tatsächliche Körpergewicht mindestens 15 & unter des erwartenden Gewichts, hierbei wird die körperliche Aktivität übertrieben, um noch mehr abzunehmen. Bei Beginnung der Krankheit vor der Pubertät,  wird die Abfolge der Pubertät gestört. Na.E.

 

Übernehmen die Kommunen den Job der Dealer?
Einige Kommunen versorgen schwerstabhängige Heroinsüchtige mit neuem Stoff. Es handelt sich dabei um reines Heroin!
In Hannover, Hamburg, Köln, Karlsruhe, München, Frankfurt und Bonn werden Versuche gestartet, die angeblich Drogenabhängigen helfen sollen.Das Projekt läuft in diesen sieben Städten schon seit fast fünf Jahren. Allerdings ist es noch nicht von der Regierung legalisiert worden.
Manche Leute fragen sich, ob es richtig sei, Drogenabhängige in ihrem Konsum zu unterstützen. Allein die Bundestagsfraktion der Union spricht dagegen. „Man müsse sich mehr auf die Prävention konzentrieren anstatt den Konsum weiterhin zu unterstützen“, meint die Gesundheitsexpertin Maria Eichhorn von der Union. Der Gedanke sei angebracht, da eine erhöhte Gefahr bestehen könne, dass Jugendliche schwerstabhängig werden, da sie den Stoff irgendwann regelmäßig und vor allem kostenlos bekommen.Bei anderen findet das Projekt Zustimmung. Nun will die SPD sogar das Betäubungsmittelgesetz ändern. Doch wie lange machen die Städte das noch mit?
  Im Moment tragen sie die Kosten alleine und ohne jegliche Unterstützung von Sponsoren. Das Modell kann aber schon Erfolge vermerken. Ein gutes Beispiel dafür ist Armin Bolte*. Er hat mit 17 angefangen sich Heroin zu spritzen. Mittlerweile ist er seit drei Jahrzehnten Schwerstabhängiger. Seit viereinhalb Jahren bekommt er die Droge von der Stadt und ist dadurch nicht mehr auf der Straße. Wenn das Projekt abgebrochen werden sollte, wird auch er wieder auf der Straße landen wie so viele andere und früher oder später wieder Beschaffungskrimineller werden um seinen Stoff zu finanzieren. Durch die kostenlose Ausgabe von Heroin an Schwerstabhängige könnte die Zahl der Beschaffungskriminellen sicherlich deutlich gesenkt werden. .   Andererseits könnte dadurch die Hemmschwelle von Jugendlichen sinken, den Stoff mal zu probieren. Denn die Jugendlichen haben so doch die Gewissheit, dass sie immer Stoff kriegen, selbst wenn sie richtig abhängig werden. Es ist schlicht die Frage, ob die Zahl der Ersteinsteiger nicht rapide steigt und eine noch höhere Dunkelziffer entsteht.
Letztendlich zeigen sich die Heroinstellen als nicht optimale aber als die beste Lösung. Denn der Gedanke der Bundestagsfraktion der Union geht nicht ganz auf, wenn man bedenkt, dass bei einem Abhängigen die Prävention auch nichts mehr bringt, egal wie intensiv sie auch ist.

*Name von den Redakteuren geändert. E.S./M.W.

 

Lehrerin
Frau Groß gestaltet die Präsentation mit ihrem Kurs