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Biologie

Klimaschutz ist eine aktuelles Thema, dass wir im Unterricht in vielfältiger Weise aufgreifen. Hierbei setzen wir auch auf die Arbeit externer Experten, die sich beruflich mit den Folgen, der Erforschung und den Möglichkeiten zur Eindämmung der Folgen beschäftigen.

Am 11.November 2009 präsentierte Herr Voigt von Germanwatch mithilfe von Satelliten-Aufnahmen in beeindruckender Weise Veränderungen auf der ganzen Welt. auch im Vergleich über viele Jahrzente hinweg. Das Kleinerwerden des Tschadsees über 30 Jahre und ihre Ursachen, Vulkanausbruch des Ätna, den Hurrican Katrina und vieles mehr.

  Der WP NW Kurs Jahrgang 8, der Leistungskurs Bio 12 und der Grundkurs Physik 12 erlebten einen 'Unterricht der besonderen Art'. Diese Aktion fand im Rahmen der Scool-Tour 2009 statt und wir haben gern teilgenommen.

Eine weitere Initiative sind unsere Angebote zum jährlichen World Earth Day. Der ist an unserer Schule eine Earth week! - In der Woche vom 21.04 – 25.04.08 wurden gleich zwei Projekte im Sinne der Agenda 21 und des Umweltschutzes durchgeführt: "Schüler des 5.Jahrgang fragen Menschen auf der Straße zum Thema Umweltbewusstsein und Klimaschutz durch 2 Klassen im 5. Jg." und "Von Schülern für Schüler: Erftuntersuchung von Schülern des Jahrgangs 12 für Schüler des Jahrgangs 8".

World Earth Day   World Earth Day, was ist das überhaupt?
Der Earth Day wird am 22.April in jedem Jahr gefeiert. Er entstand aus einer spontanen Studentenbewegung in den USA. Dank des couragierten Senators Gaylord Nelson gilt der Tag seit 1970 als Feiertag. Er ist damit laut eigenen Angaben die "älteste Umweltbewegung der Welt". Seit 1990 ist er per UN-Beschluss als internationaler Feiertag anerkannt und wird in über 150 Ländern gefeiert. Mittlerweile feiern den Earth Day über 200 Millionen Menschen und 15.000 Organisationen weltweit. Der deutsche Earth Day steht unter dem Motto Erziehung, Dialog, Initiative. Als der Earth Day 1993 auch in Deutschland populär wurde, ging es in erster Linie um die Bilanzierung der "Agenda 21", die auf dem UN-Gipfel in Rio de Janeiro im Juni 1992 von 178 Staaten der Welt verabschiedet wurde und Umweltziele definierte. Heute konzentriert sich der Earth Day vor allem auf den Klimaschutz. Motto des diesjährigen lautet: "Wir haben den Mut zur Nachhaltigkeit: Unsere Stadt wird zukunftsfähig!"

Von Schülern für Schüler: Erftuntersuchung des Jahrgangs 12 für Schüler des Jahrgangs 8
Schüler des Biologie Leistungskurses gaben ihr Wissen an Schüler des Jahrgangs 8 weiter und untersuchten mit ihnen die Wasserqualität der kleinen Erft. Unsere Schule ist Mitglied des Flussnetzwerks Erft. Bild einfügen!!! Hier wurden gemeinsame Untersuchungswochen vereinbart, um eine Vergleichbarkeit von verschiedenen Daten im Flussverlauf zu erhalten. Unsere Schüler haben diese Daten gemeinsam erhoben und sie können im Internet abgefragt werden.

Earth Day   Die erste Gruppe erkundete die Wasserqualität biologisch. Dazu wurden Tiere aus der Erft geborgen, die uns die Wasserqualität anzeigen. Diese Zeigerorganismen werden als Saprobienindex ausgewertet. Die Schüler kamen zu dem Ergebnis, dass der Fluss zum Untersuchungszeitpunkt eine Gewässergüte von 2-3 hatte

Die zweite Gruppe erkundete die Wasserqualität chemisch. Mit einem kleinen Wasserlabor untersuchen sie den Sauerstoffgehalt, den Nitrat- und Nitritwert, den Ammonium- sowie der Phosphatgehalt des Wassers.  Ammonium und Nitritwerte waren gering, der Nitratwert mit 10 mg/l relativ hoch. Auch der pH-Wert war mit 7.5-8 nicht ganz im neutralen Bereich. Sie kamen zu dem Ergebnis, eine Gewässergüteklasse von 2-3 auch bei ihnen die kleine Erft gut beschreibt.   Earth Day

Kleine Erft   Die dritte Gruppe untersuchte vor allem die Naturnähe des Gewässerabschnitts anhand verschiedener Strukturgütekriterien. Sie konnte nur feststellen, dass dieser Teilabschnitt der Kleinen Erft sehr naturfern ist. Er wurde begradigt und ist auch eher einseitig bewachsen mit Grasfläche und wenigen Bäumen. Diese Gruppe kam zu der Einschätzung, dass hier nur eine Gewässergüteklasse von 4 zu vergeben ist.

Die genauen Werte dieser und weiterer Untersuchungen der Erft sind auf der Internetseite der Flussnetzwerke nachzulesen.

Schüler fragen Menschen auf der Straße zum Thema Umweltbewusstsein und Klimaschutz
Die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Bergheim untersuchten am 21.04.08 vormittags im Rahmen einer kleinen Befragung von 33 Bergheimer Bürgern die Beziehungen zwischen Wissen, Einstellungen und Verhalten zu den Ursachen und Folgen der globalen Erderwärmung. Hier ein Link zum Fragebogen!!!

20 Frauen und 13 Männer nahmen sich einige Minuten Zeit, um den Schülern Rede und Antwort zu stehen, 6 Personen zwischen 16 und 19 Jahren, 5 der Altersgruppe 20 – 29 bzw. 30 – 49, nur 2 aus der Gruppe der 50 – 59-Jährigen und 15 Personen, die 60 Jahre und älter waren. Sicherlich war dies keine repräsentative Stichprobe, Ziel war und ist es aber, die Schüler mit der  Thematik zu konfrontieren und sie zu motivieren, ihr eigenes Handeln zu reflektieren. Hierbei sind der Bezug zum Alltag und die Orientierung an konkreten Lebenssituationen besonders wichtig.

Die folgenden Ergebnisse geben einige Tendenzen wieder:
1.  Mit Ausnahme von 7 Bergheimern verschiedenen Alters sind alle Befragten von einem prognostizierten Klimawandel überzeugt. Bezüglich der daraus entstehenden Probleme haben nur 13 Personen aller Altersgruppen Vertrauen in Deutschland, dass diese durch Technik, Industrie und Wissenschaft bewältigt werden. Darüber hinaus sollte sich Deutschland in der Klimaschutzpolitik eher zurückhalten und  auch die Regierung sollte sich nicht in das Handeln jedes Einzelnen einmischen.
2.  Nur 2 Frauen und 2 Männer zwischen 20 und 39 Jahren zeigten eine gewisse Sachlogik in ihren Antworten, der übrige Teil ließ doch einige sachliche Widersprüche erkennen; möglicherweise liegt diese Unwissenheit in Medienberichten begründet, deren Richtigkeit nicht immer gegeben  ist, als auch in der fehlenden Kommunikation zwischen Erwachsenen zu diesem Thema.
3.  Zentral ist auch bei den Bergheimer Bürgern die Kluft zwischen Einstellung/Anspruch und Wirklichkeit in Bezug auf Umweltbewusstsein und Umweltverhalten: Nicht jeder handelt immer umweltfreundlich, auch wenn er sich selbst als umweltbewusst einstuft bzw. öffentlich darstellt!

Fast alle Befragten wogen grundsätzlich den persönlichen Nutzen und die Kosten gegeneinander ab (z.B. Öko Strom ist zu teuer, Anbieterwechsel und Kosten). Es besteht v.a. bei den Älteren oftmals kein unmittelbarer Handlungsdruck, nach dem Motto „in der eigenen heilen Welt zu Hause ist die Umwelt noch in Ordnung“.

Im Gegensatz dazu sehen Jüngere Umweltprobleme oft als ein gesellschaftliches Dilemma und Umwelt selbst als ein öffentliches Gut an, das man ohne einen Preis zu entrichten konsumieren kann. Letztlich prägen auch der Lebensstil und das Sozialprestige das Konsumverhalten, Gründe wie z.B. Gewohnheit, Routine, Bequemlichkeit bis hin zu Faulheit.

Zusammenfassend können wir also feststellen, dass es auch – zumindest einer kleinen Auswahl – von Bergheimer Bürgern schwer fällt, umweltbewusst bzw. klimafreundlich zu handeln. Unseren Schülern ist auf diesem Wege klar geworden, dass jeder Einzelne in seinem bescheidenen Rahmen zum Klimaschutz beitragen kann, wenn er oder sie nur will.

Zusammenstellung: Claudia Krisam

 

Verantwortlich für die Präsentation ist Claudia Krisam.

Claudia Krisam