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Gesellschaftskunde

Viele Themen im Fach Gesellschaftkunde berühren direkt das Alltagsleben der Jugendlichen Das Thema Jugendstrafrecht ist dabei eines der spannendsten und wichtigen Themen für Jugendliche. Deshalb gehört praxisnaher Unterricht gerade in diesem Bereich zu den wirkungsvollsten Angeboten.

Gerichtsverhandlung   Im 8.Jahrgang besuchen die Kurse Gerichtsverhandlungen und sprechen mit einem Jugendrichter über die alltägliche Arbeit im Gericht. Im Januar 2008 haben einige Jugendliche nach dem Besuch Berichte geschieben, die wir hier präsentieren.

Ein Tag im Amtsgericht

Da die Klasse 8.1 der Gesamtschule Bergheim im Politikunterricht das Thema Gerichtsverhandlungen durchgenommen hat ,unternahm die Klasse am 10.1.2008 einen Besuch im Bergheimer Amtsgericht.
Um 8.15 Uhr trafen wir am Amtsgericht ein, bereit für die bevorstehenden Verhandlungen. Jeder einzelne Schüler musste sich vorerst der Untersuchung eines Metalldetektors unterziehen, um sicher zu stellen, dass  keine Waffen oder sonstige gefährlichen Gegenstände in Taschen, Jacken etc. der  Schüler befanden.
Angekommen in der Wartehalle für Zeugen, Täter und Zuschauer teilte sich die Klasse 8.1 in Zweiergruppen für die jeweilige Verhandlung ein.
Dann ging es endlich los. Dachten wir zumindest.Doch die ersten beiden Verhandlungen fielen aus aufgrund fehlender Zeugen bzw. Täter. Allgemeine Enttäuschung machte sich breit. Doch dann die Überraschung, ein Wunder geschah.
Zur dritten Verhandlung erschienen glücklicherweise alle Personen. Die eingeteilten Gruppen schrieben bei dieser Verhandlung, die teilweise sogar spannend war, mit.
Die angehende Pause nutzten die meisten Schüler zum kurzen Shopping Trip durch die Bergheimer Innenstadt. Zurück im Amtsgericht standen  der 8.1 noch zwei Verhandlungen bevor. Auch diese haben wir mit Neugier verfolgt. So ging unser Tag im Bergheimer Amtsgericht zu Ende.
Carolina und Sina

Am Donnerstag, den 10.01.2008, konnte unsere Klasse das Amtsgericht Bergheim besuchen. Im Politikunterricht hatten wir nämlich das Thema Jugendrecht- Jugendkriminalität durchgenommen.
Nach einer Taschenkotrolle warteten wir vor dem Gerichtssaal VI, da dort Herr Kumpmann seine Verhandlungen führt. Wir klärten  ab, wer welchen Fall mittels eines Beobachtungsbogens besonders beobachten sollte. Nun konnten wir in den Gerichtssaal.
Als erstes kam der Staatsanwalt, kurze Zeit drauf die Schriftführerin und einige Minuten später der Richter. Wir saßen alle gespannt auf unseren Plätze und hofften, das es bald anfing. Doch beim ersten Fall erschienen weder die Angeklagten noch die Zeugen. Wir waren etwas enttäuscht. Auch der zweite Fall endete schnell, da leider nur die Zeugen anwesend waren, daher wurde der Fall vertagt. Der Richter nutzte die Zeit, indem wir ihn ausführlich über seine Arbeit befragen durften.

Erst beim dritten Fall konnten wir miterleben, wie eine Gerichtsverhandlung funktioniert. Der Angeklagte wurde wegen Körperverletzung angeklagt. Da es viele Zeugen gab, konnten wir nun erfahren, wie Richter und Staatsanwalt eine Befragung durchführen. Der Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu 10 € verurteilt.
Während dieses Falles war die Atmosphäre im Raum angespannt, der Angeklagte saß aber locker auf seinem Stuhl, so als würde ihn das alles nicht interessieren. Dies hat sich sicher nicht zu seinen Gunsten ausgewirkt.
Leider fiel auch der vierte Fall aus, weil zwei wichtige Personen fehlten:  der Angeklagte (da er krank war) und ein Zeuge. So wurde auch dieser  Fall vertagt. Unsere Stimmung kippte wieder, alle waren enttäuscht, da sich die Straftat interessant anhörte.
Zum Glück waren die letzte Verhandlungen noch sehr spannend. Es ging wieder um Körperverletzung in einer Kneipe. Die Angeklagte stritt jedoch alles ab und behauptete sogar, gar nicht anwesend gewesen zu sein. Sie beschuldigte ihre Freundin. Da diese unbedingt als Zeugin benötigt wurde, wurde auch diese Verfahren vertagt.
Im letzten Fall ging es um eine Schlägereien unter Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen. Diesmal zeigte der Angeklagte Reue und versprach Besserung. Es zeigte sich aber, dass er schon häufig straffällig geworden war und somit schon einige Erfahrungen mit Gerichtsverhandlungen hatte.
Uns persönlich hat der Tag im Amtsgericht sehr gefallen. Obwohl viele Fälle ausgefallen sind bzw. vertagt wurden, haben wir viel über den Gerichtsalltag erfahren und wir hatten auch viel Spaß. Das lag auch an dem Richter, der sich viel Mühe gemacht hat, uns die Wartezeiten mit interessanten Erzählungen zu verkürzen.
Alexandra und Lisa

 

Verantwortlich für die Präsentation ist Elisabeth Amling

Elisabeth Amling

Link-Tipp
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