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Wirtschaftslehre

Ein wesentlicher Teil des Unterrichts ist das praktische Bewerbungstraining an der Gesamtschule Bergheim. Der Vierschritt des Erfolges: „Wissen“ – „Können“ – „Wollen“ – „Tun“

Die Klasse 9.2, hat zum Thema Bewerbungstraining gearbeitet und am 4.5.2007 Vorstellungsgespräche simuliert. Dazu war der Unternehmensberater und Personaltrainer Heiner Funke aus Kerpen eingeladen. Er hat mit zehn Freiwilligen je ein Bewerbungsgespräch für einen Ausbildungsplatz simuliert. Die Schüler hatten vorher angegeben, bei welchem Betrieb und als was sie sich bewerben wollten und so konnte das Ganze sehr realistisch über die Bühne gehen.

Die zehn Freiwilligen und ihr (fiktiver) Berufswunsch waren: Georg Becker, IT-Systemelektroniker, Stadt Bergheim), Eileen Basse und Vanessa Weigel (Erzieherin, Buddelkiste bzw. Kindergarten St. Remigius), Sarah Eliser und Corinna Gierling (Tiermedizinische Fachangestellte, Dr. Kessler bzw. Dr. Kessel), Marius Güse (Mechatroniker, RWE Power), Fidan Jasiqi (Automobilkaufmann, Autohaus Bleuel), Aurélia Louvel (Grafikerin, Grafikfabrik Westerland), Martin Schauf (Speditionskaufmann, ICT Neuss), Timo Ströher (Elektriker für Betriebstechnik, RWE Power).

Die Klasse 9.2 beim Bewerbungstraining

Klasse 9.2 beim Bewerbungstraining

Liegt die Republik Belarus westlich oder östlich von Weißrussland? Diese und andere Fragen der Allgemeinbildung konnten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9.2 nicht aus dem Konzept bringen. Wer sich als Speditionskaufmann bei einer Firma mit dem Arbeitsschwerpunkt Osteuropa bewirbt, sollte mit solchen „gemeinen“ Fragen rechnen.

Aber nicht nur Fragen der Allgemeinbildung, sondern auch die eigenen Stärken in das richtige Licht zu rücken, wurde trainiert. „Shopping“ ist kein lebenslauftaugliches Hobby und wer hier „Literatur“ angibt, sollte schon in der Lage sein, einige Autoren und ihre Werke zu benennen – so Heiner Funke von der 2move Unternehmensberatung in Kerpen.

Unternehmen erwarten heute aktive und engagierte junge Menschen. Dies könne man nicht nur an den Schulnoten, sondern auch an den Freizeitaktivitäten und Hobbys ablesen. Mit Freunden abhängen und „chillen“, das könne nicht alles sein. Warum sollten Unternehmer sie wohl einstellen? Sicherlich auch, weil sie Interesse daran haben, mit den Mitarbeitern Geld zu verdienen. Und dies setze Engagement und Leidenschaft voraus.

Die Bewerbungsgespräche wurden vor den Augen aller Mitschüler simuliert und auf Video aufgezeichnet. In den anschließenden Auswertungsgesprächen und dem Video-Feedback bekamen die Kandidatinnen und Kandidaten wertvolle Hinweise für ihre künftigen Bewerbungen nicht nur in Sachen Selbstpräsentation und Körpersprache sondern auch in der Notwendigkeit auf die gründliche inhaltliche Vorbereitung auf den Ausbildungsbetrieb.

Das Dach des „Tempels des Erfolges“ basiere auf dem Fundament einer positiven Grundeinstellung zum Leben und zu seinem Beruf und werde durch vier Säulen „wissen“, „können“, „wollen“ und „tun“ getragen – so Heiner Funke. Sich bewerben heiße, sich und seine Fähigkeiten zu „verkaufen“, das müsse man immer wieder üben – beispielsweise auch mit Freunden – so werde man besser, besser und immer besser…

 

Verantwortlich für die Präsentation ist Ina Funke.

Ina Funke